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Noch mehr zum H-Boot Finale 2017

Abschluss der Ammerseeregatten beim Finale mit einem knappen Sieger Peter Teschemacher.


(Bericht von Christoph Quinger)

Wettfahrtleiter mit der Sieger Crew (Foto C.Quinger)

Nach den eher schwachen schwierigen Winden beim Haferl eine Woche zuvor hatten alle auf nochmal schönen Wind im Spätsommer gehofft. Aber der Wetterbericht versprach vor allem Regen, Regen und nochmal Regen mit eher mauem Wind.

Dabei war Sven Holzer SVS  vom Bodensee extra gekommen, um seinen überlegenen Sieg vom Vorjahr zu verteidigen. 15  H-Boot Crews hatten gemeldet und als Favoriten galten neben Sven Holzer natürlich Sigi Merk (Sieger in der Vorwoche beim Haferl) und Peter Teschemacher  vom DSC die auch noch den Flottenmeister vom Ammersee als die Gesamtrechnung aller Ammersee Regatten aussegeln mussten. Oder konnte das neue Boot vom Helmut Settele  HSC oder gar Jörg Bleiholder DSC den drei Favoriten noch einen Strich durch die Rechnung machen. Und natürlich wollte  Sven Holzer gerne den Wanderpreis wie im Vorjahr vom Ammersee entführen.

Alle freuten sich auf die familiäre Atmosphäre bei Familie Wenzel und Ihren Helfern und auf das gute Essens von Fr. Grunert beim ausrichtenden Akademischen Segler-Verein am Ammersee. Nach dem obligatorischen Weißwurstessen und der herzlichen Begrüßung durch Dr. Werner Wenzel, sollte zuerst mal gesegelt werden.  

Das regnerische schwachwindige Wetter erlaubte es dem umsichtigem Wettfahrtleiter Dr. Philipp Wenzel am Samstag aber nicht, sofort  einen Startversuch zu wagen und so wurden wir nach geduldigem Ansitzen auf Seemitte und Betrachtung der rundherum niederprasselnden tiefschwarzen Regenwolken das eine oder andere Kleiderstück gesucht, den es hatte gerade mal 10 Grad.

Dann kippte  der Nord Ost Wind mit einer pechschwarzen Wolkenfront plötzlich auf Süd-West und ein Wind mit 10-13 Knoten stabilisierte sich, so dass die erste Wettfahrt gestartet werden konnte. Ja der Helmut  Settele , der hatte das Wolkenbild am besten verstanden und wendete am Startschiff sofort nach Westen und als der Wind nach kurzer Zeit  auch dorthin drehte, wart er vom Rest des Feldes nur noch weit vorne irgendwie schemenhaft erkennbar und gewann souverän die 1. Wettfahrt vor Sven Holze und Peter Teschemacher.

In der 2. Wettfahrt versuchte Helmut Settele und einige, wie Sigi Merk erneut die Westtour, um sich dann nach einem Südkipper des Windes am Ende des Feldes wiederzufinden. D Westkipper kam erst bei abflauendem Wind in der 2 Runde. Die Wettfahrt wurde am Luvfaß gewertet und nun war Sven Holze der Sieger, der mit der gleichen Mannschaft wie im Vorjahr Matreis Maskoet RCO  und Werner Holzer SVS angetreten war, vor Peter Teschemacher und Jörg Bleiholder. Sigi Merk nach Platz 5 in der ersten Wettfahrt kam jetzt als 10. ins Ziel. Jetzt geriet seine Flottenmeistertitel ernsthaft noch einmal in Gefahr.

Die 3 Wettfahrt lief eine Runde bei leichten Nord-West Wind mit einer klaren Reihenfolge Peter Teschemacher, der wie im Vorjahr mit Roswita Buchner BYC und Florian Haible DSC segelte vor Sven Holzer und Sigi Merk. Die zweite Kreuz wurde nun das reine Topfschlagen. Das Feld wurde mehrmals kräftig durchgemischt, Boote fuhren  mit Backbord- oder Steuerbordsegeln den gleichen Kompasskurs,  nur die 3 führenden  Teschemacher,  Holzer, Merk retteten oben am Luvfaß ihre Reihenfolge ins Ziel.  Die Abendveranstaltung des ASV i.M.  (wegen der eigentlich ja alle gekommen waren) war wie immer perfekt und das Wildessen mit edlem Gedeck vom Feinsten und es wurde ein schöner geselliger Abend. Am Sonntag war nun etwas  Westwind von 2 -3  Beaufort  prognostiziert.

Beim Auslaufen um 8:00 und nach dem problemlosen 2. Startversuch in der vierten Wettfahrt setzten sich  nun Sigi Merk schnell vom Feld ab, er hatte ja auch was gutzumachen. Bei immer schwächeren Wind siegte er mit Sepp Hammerlindl  ASC und Hansi Haberstock CYC  klar vor Sven Holzer und Uwe Darchinger. RMDSC. Die fünfte Wettfahrt bei am Schluss einschlafenden stark drehenden Winden  war eine etwas mühselige Geduldsprobe.  Das zu können, dafür ist Peter Teschemacher bekannt und er siegte nun das 2. Mal vor Klaus Seifert DSC und Helmut Settele.

Das ergab dann als knappes Endergebnis: Mit 2 ersten Plätzen war Peter Teschemacher punktgleich Erster vor Sven Holzer mit je 7 Punkten. Sigi Merk hatte sich noch knapp vor Jörg Bleiholder und Helmut Settele den 3. Platz gesichert. Ja und die Flottenmeisterschaft? Sie wechselte am Wochenende hin und her und wer nach der komplexen Formel gewonnen hat, verrät Flottenkapitän Christoph Quinger auf der legendären Abschlussveranstaltung der H-Boot Family Ammersee am Freitag, den 27 Oktober.

Die Siegerehrung zeigte, dass es eine toll gemeisterte Herausforderung war, bei diesen schwierigen Verhältnissen 5 Wettfahrten über die Bühne zu bringen und alle waren sich sicher, auch im nächsten Jahr wieder zu dieser so familiären und harmonischen Veranstaltung  des ASV i.M. zu kommen,  vom Kommen wegen dem  „best-of“ Essen ganz zu schweigen.

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